Medien
Entdecken Sie aktuelle Geschichten, Bildwelten und Bewegtbildmaterial zu den „Jungen Tenören“. Im Medienbereich stellen wir Pressetexte, Pressebilder und Videos bereit.
Entdecken Sie aktuelle Geschichten, Bildwelten und Bewegtbildmaterial zu den „Jungen Tenören“. Im Medienbereich stellen wir Pressetexte, Pressebilder und Videos bereit.

Die jungen Tenöre auf der Bühne der Penzberger Stadthallle, inklusive Kinderbetreuung – das hatte etwas von Kelly Family.
Penzberg – Als „Die drei Tenöre“ schlossen sich ab 1990 die Weltstars Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras zu legendären Konzerten und einer Reihe von Schallplattenaufnahmen zusammen.
Der mediale wie PublikumsHype um das Trio war unbeschreiblich. Eine gute Idee also, wenn sich junge Sänger unter dem Label „Die drei jungen Tenöre“ vermarkten. Dieses 1997 gegründete Ensemble wurde bekannt durch TVAuftritte, tourte durch die Lande und veröffentlichte etliche CD’s. Nach mehreren Sänger und Namenswechseln bestehen „Die Jungen Tenöre“ aktuell aus den Sängern Ilja Martin, Carlos Sanchez und Matthias Eger.
Die Penzberger Stadthalle war mit rund 150 Besuchern gut gefüllt, als das Trio die Bühne betrat und mit dem TenorHit „La donna è mobile“, der Kanzone des Herzogs von Mantua aus Giuseppe Verdis Oper „Rigoletto“, gleich in die Vollen ging.
Ein Warming up der besonderen Art, wie es nur einem Tenor möglich ist und sich bei gleich drei Vertretern der Spezies entsprechend potenziert. So gab es den ersten stürmischen Applaus, schon bevor Ilja Martin das Publikum begrüßte.
Mit den Worten „Dass der Saal hier so schön ist, hatten wir nicht erwartet“ nahm er die Penzberger gleich noch mehr für sich ein. Die Rolle des Moderators behielt Martin bei und führte mit Witz und Charme durch das Programm, wobei er sich auch selbst auf die Schippe nahm. Den Komponisten der folgenden Nummer könne er nicht korrekt benennen („Ich hatte in Musikgeschichte nur eine Drei“), aber bekannt sei sie allemal. Wie wahr, denn es ertönte „O sole mio“, wobei sich die drei Sänger zwischen Soli und Tutti abwechselten. Was auch Gefahren in sich barg, denn so wurde klar, dass die solistische Stimmqualität Martins die seiner beiden Kollegen hörbar in den Schatten stellt.
»Jetzt kommt eine Nummer für die Herren im Publikum, die immer mit müssen, wenn ihre Frauen die jungen Tenôre sehen wollen“ , kündigte Martin den Auftritt seiner Ehefrau Jasmin von Brünken an. „Wir haben uns in Bayreuth kennengelernt“, erzählte er. „Achtung: Die kann fünf Stunden Wagner schreien!“ Um die Herren nicht völlig ins Abseits zu rücken, wurde es dann aber kein Wagner, sondern ein mit dem übrigen Programm sehr kompatibler Franz Lehár mit „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“. Die Sängerin bezauberte mit einem reizvollen, leicht abgedunkelten Timbre.
„Sind alle Scheinwerfer noch ganz?“, fragte ihr Ehemann, als er auf die Bühne zurückkehrte.
Nun borge er seine Frau mal aus was unter befreundeten Kollegen kein Problem sei. Es folgte das Duett „Lippen schweigen“ aus Lehárs „Die Lustige Witwe“ , das von Brünken mit Carlos Sanchez darbot, genüsslich ausgekostet, in schön getragenem Tempo, eine kleine Tanzeinlage inklusive. Tobender Applaus!
„Jetzt wird’s ernst. Jetzt werden Sie nämlich singen“, kündigte Ilja Martin darauf an. „Bei diesem Lied kennt man den Text, zumindest den Refrain. Das müssen Sie jetzt für mich machen, denn ich liebe dieses Lied weil es so herrlich kitschig ist! Und wir kommen hinunter in den Saal und kontrollieren, ob Sie auch wirklich mitsingen.“ Gesagt, getan. Und der Pianist stimmte die „CapriFischer“ an… Am Ende beklatschten sich Sänger und Publikum gegenseitig.
„Also, das war jetzt ja schon fast schön“, merkte Martin grinsend an und fuhr fort, er wisse genau, was in den Köpfen der Zuschauer vorgehe. „Sie fragen sich, wie lange wollen die sich eigentlich noch die Jungen Tenöre‘ nennen?“ Großes Gelächter im Saal. Als der Name vor nunmehr 30 Jahren entstanden sei, habe man etwas zu kurz gedacht. „Aber wir kommen noch mit dem LiftaTreppenlift auf die Bühne.“ Auf die Geschichte eines unvergessenen Auftritts, bei dem die Garderobe der Herren im Weinkeller eingerichtet war, folgte die schwungvolle Nummer „Ja, ja der Chianti Wein“.
Und zum Finale kam nicht nur Martins Frau, sondern auch Tochter Aurelia auf die Bühne.
Das erinnerte dann schon ein wenig an die Kelly Family.
SABINE NÄHER
Kleine Bühne für große Momente: „Die jungen Tenöre“ mit Special Guest Sopranistin Jasmin von Brünken im verträumten Alten Schäferhaus in Wernstein bei Kulmbach
Der Tiroler Austrop-Musiker SEBASTIAN KRIEGER und DIE JUNGEN TENÖRE begeistern beim legendären „Nachklang-Openair“ am Wiener Zentralfriedhof
Am Freitagabend, Punkt 19:00 ging es los. “Die Jungen Tenöre” luden zu ihrer “unplugged Tour” ein und bewiesen eindrucksvoll, dass Mikrofon und Lautsprecherboxen optional sind.
Der Zeitpunkt für ihren Auftritt war zugegeben etwas ungünstig gewählt, lief doch im Großen Haus des Meininger Staatstheaters zur selben Zeit “Das Rheingold” als Premiere. Etwas schade, hätten anderenfalls doch auch noch ein paar Zuschauer mehr ihren Weg ins Volkshaus gefunden. Auch hätte den drei “Jungen Tenören” das Große Haus sicher gut als Kulisse gedient, gaben sie doch ein Schaustück zum Besten, welches bewies, dass Mikrofone, Verstärker sowie Lautsprecherboxen nur optional sind, wenn ausgebildete Sänger und Sängerinnen vor dem Publikum ihre Kunst darbieten. So ware sie dann auch auf der Bühne des Volkshauses zu sehen: Die Tenöre Ilja Martin, Carlos Sanchez sowie Matthias Eger, begleitet von Jan Eschke am Flügel und als besondere Unterstützung die Sopranistin Jasmin von Brünken.
Das Repertoire war ein Hörgenuss von Klassik bis Pop, hochkarätig vorgetragen und umrahmt von der altehrwürdigen Kulisse des Volkshauses.
So begann der Abend mit Giuseppe Verdi und Eduardo di Capuas “ O Sole Mio” bis zum bekannten “Funiculì, Funiculà”. Letzteres wurde 1880 zur Eröffnung einer Standseilbahn auf den Vesuv geschrieben, dem es wohl nicht sonderlich gefiel, legte er die Bahn doch schon 10 Jahre später bei einem Ausbruch wieder still.
Vielleicht sind Berge keine Musikliebhaber, oder dem Vulkan hätten die nächsten Stücke besser gefallen, denn weiter ging es unter anderem mit den “Capri-Fischern” und sehr ungewöhnlich für diesen Abend, “Boyzone” aus den 90er Jahren.
Für Giuseppe Verdis “La Traviata” bekam Ilja Martin dann noch Unterstützung von seiner kleinen Tochter, die nicht nur schon die passenden Bühnenschuhe trug, sondern auch keinen Anflug von Lampenfieber erkennen ließ.
Nach einer Pause steuerte das Ensemble langsam auf den Höhepunkt des Abends zu. Neben Georges Bizets “Carmen”, “Tosca” von Giacomo Puccini und dem Gefangenenchor aus Verdis Oper “Nabucco” gab es noch Ausgefalleneres wie Udo Jürgens´ (?)“Immer wieder geht die Sonne auf” und Elvis Presleys “Falling in Love”.
Über Agustín Laras “Granada” als Verneigung vor den drei Tenören Domingo, Pavarotti und Carreras ging es zum “Grande Finale” (?).
Dies war passender Weise “Nessun Dorma” welches durch die Interpretation von Luciano Pavarotti Weltruhm erlangte und an diesem Abend einen stimmgewaltigen und würdigen Abschluss darstellte. Einzig die Zuschauer verlangten mit stehenden Ovationen nach einer Zugabe und es wurde “Amazing Grace”.
Für alle Besucher ohne Zweifel ein unterhaltsamer Abend, mit humorvollen Anekdoten aus der Welt der drei Musiker. Selbst wenn ihr Name in Anbetracht des dreißigjährigen Bühnenjubiläums nicht mehr ganz stimmen könnte, sind sie zumindest die jung gebliebenen Tenöre. Eins jedoch ist klar, sie stehen in einer langen Reihe von Tenören und müssen sich definitiv nicht hinter den Größen ihrer Zunft verstecken.